SOS_URBAN HEAT

Hitze ist in vielen Städten zu einem prägenden Bestandteil des sommerlichen Alltags geworden. Öffentliche Räume bleiben an heißen Tagen zwar zugänglich, verlieren aber oft ihre Nutzbarkeit. Thermischer Komfort darf kein Privileg sein. Er ist eine Frage städtischer Daseinsvorsorge.SOS_Urban Heat untersucht, wie öffentliche Räume bei zunehmender Hitze kurzfristig entlastet werden können. Entsiegelung, Baumpflanzungen und langfristige Stadtumbauten müssen die Grundlage der städtischen Klimaanpassung bleiben. Ihre Planung und Umsetzung benötigen jedoch Zeit. Temporäre Maßnahmen können in genau diesem Zeitraum ansetzen und kurzfristig Entlastung schaffen, während langfristige Veränderungen noch ausstehen. Gleichzeitig können sie dort Handlungsspielräume eröffnen, wo dauerhafte Eingriffe nur eingeschränkt oder gar nicht umsetzbar sind.Die Untersuchung folgt dem eigens entwickelten SOS_Prinzip, das die Arbeit in drei aufeinander aufbauende Schritte gliedert. Situieren legt den fachlichen Rahmen fest, Observieren vergleicht internationale Projektbeispiele, Spezifizieren leitet daraus Handlungsempfehlungen ab. SOS steht dabei bewusst auch als Notsignal für die Dringlichkeit des Themas. Die Stadt München dient als konkretes Fallbeispiel durch alle Bereiche.Die Thesis umfasst ein 307-seitiges Buch, eine Projektdatenbank mit über 100 internationalen Beispielen und den SOS_Leitfaden als praxisorientiertes Werkzeug für alle, die im öffentlichen Raum temporär handeln wollen.

Julia Roemer + Darleen Schäfer

Master

5. Semester

Sommersemester 2026

Prof. Regine Keller – Landschaftsarchitektur und öffentlicher Raum

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