Raum für Biokulturelle Vielfalt in der Architektur

In meiner Masterthesis beschäftigte ich mich mit den Verflechtungen architektonischer Interventionen mit den verschiedenen Lebewesen – Menschen, Tiere und Pflanzen – am Ort des Eingriffs und inwiefern eine Intervention die verschiedenen, teilweise gegensätzlichen Bedürfnisse dieser Akteur*innen berücksichtigen kann. In diesem Kontext bedeutet biokulturelle Vielfalt die gegenseitige Verstärkung von Biodiversität und kultureller Vielfalt. Konkret lautete meine Forschungsfrage: Wie kann das Konzept der biokulturellen Vielfalt bewusst in die Entwurfsarbeit von Architekt*innen eingebunden werden um zur Schaffung resilienter Räume beizutragen? Zur Beantwortung habe ich einerseits eine Sammlung an Essays verfasst, die das Thema (architektur-)theoretisch beleuchtet und andererseits eine Entwurfsstudie an einem konkreten Ort durchgeführt. Letztere fand auf dem Gelände des E-Werks Luckenwalde, einem Kraftwerk und Artist Residency, statt und behandelt den realen Bedarf des E-Werks nach neuen Räumen. Auf Bestandsfundamenten auf dem verwilderten Areal hinter dem E-Werk ist eine Gemeinschaftsküche mit Unterkünften für Workshopteilnehmer*innen geplant. Unter dem Überthema der Foodculture – der Esskultur – bringt der Entwurf dieser neuen Räume Menschen und nicht-menschliche Akteur*innen zusammen. Die Planungen bestehen aus mehreren Interventionen verschiedener Maßstäbe auf dem gesamten Areal, die unter anderem die Besucher*innen des E-Werks durch das Areal leiten und die Biodiversität auf de

Tizian Wojan

Master

Masterthesis

Wintersemester 2025

Prof. Niklas Fanelsa – Architecture and Design

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