Die Bachelorarbeit „Cambiodunum“ untersucht die Transformation einer ehemaligen Postlagerhalle am Bahnhof Kempten. Der zweigeschossige Bestandsbau aus den späten 1960er-Jahren befindet sich an der Schnittstelle von Infrastruktur, Stadt und öffentlichem Raum, wird derzeit jedoch ausschließlich als Lager genutzt. Ziel des Entwurfs ist es, das Bahnhofsareal durch eine Umnutzung räumlich und programmatisch zu aktivieren. Aus dem Bestand entsteht ein öffentliches, hybrides Gebäude mit gemeinschaftlichen Nutzungen im offenen Erdgeschoss, einem zweigeschossigen Eventraum als räumliches Herzstück sowie einem Hostel in den oberen Geschossen. Das Gebäude wird damit zu einem Ort der Begegnung zwischen Stadt, Mobilität und Alltag. Die räumliche Organisation entwickelt sich aus der bestehenden Struktur. Gezielte Öffnungen in den Geschossdecken schaffen neue Sichtbeziehungen und großzügige Raumsequenzen. Zwei Lichthöfe bringen Tageslicht und Frischluft ins Gebäude und strukturieren die innere Organisation. Eine direkte Anbindung an den Bahnsteig stärkt zudem die Verknüpfung mit dem Bahnhofsumfeld. Eine Aufstockung erweitert den Baukörper um zusätzliche Nutzflächen und setzt einen städtebaulichen Akzent im Bahnhofsareal. Die aktivierte Dachlandschaft bietet gemeinschaftliche Aufenthaltsflächen mit Blicken auf Stadt, Bahnhof und Landschaft. Ergänzend erhält das Gebäude eine perforierte Fassadenhülle, die als klimatische Pufferzone wirkt, Licht filtert und dem Bestand eine neue architektonisc
Tim Ruf, Christina Schejkin
Bachelor
Bachelorthesis
Wintersemester 2025/2026
Prof. Florian Nagler – Entwerfen und Konstruieren




